Die Kreditkarte im Detail

by admin in Finanzboard | Posted on Januar 29th, 2012

Kreditkarten gibt es seit 1894 und wurden zuerst in den USA verwendet und diese bekamen in einigen Hotels besondere Stammkunden. Ab 1920 verwendeten Mineralölkonzerne und Kaufhäuser diese Karten für den Zahlungsverkehr. Sehr schnell erkannten auch andere Branchen die Vorteile dieser Geldtransaktionen und setzen es ebenfalls im geschäftlichen Bereich ein. 1952 entstand der Diners Club, wo erstmalig auch Privatpersonen weltweit Geldgeschäfte tätigen konnten. So eine Kreditkarte bekamen nur solvente Kunden ausgehändigt, es war noch nichts für die breite Masse der Bevölkerung. Im Laufe der Zeit brachten Banken und Kreditkartengesellschaften Visa und MasterCard sowie American Express ihre eigenen Karten auf den Markt. Fast jeder Bürger, welcher ein Konto bei einer Bank hatte, konnte jetzt so eine Chipkarte beantragen.

Auf einem Magnetstreifen oder einem Chip sind die Kundendaten gespeichert und können an Bankautomaten oder Terminals Geldgeschäfte getätigt werden. Bei Barabhebungen ist vom Kunden am Geldautomaten die PIN einzugeben. Das Geld wird nicht sofort vom Konto abgebucht, diese Transaktion erfolgt zu einem späteren festgelegten Termin. Einige Geldinstitute bieten dem Kunden an, die Einkäufe in einer Ratenzahlung zu tätigen. Je nach Vereinbarung können es 5 10 oder 50 Prozent der Belastungssumme sein. Es können auch Einkäufe im Internet getätigt werden. Zu diesem Zweck ist die Zahlenkombination mit 10 bis 12 Zahlen von der Karte in ein geöffnetes Fenster einzugeben und wird zum Schluss mit der Prüfnummer abgeschlossen. Der Händler bekommt sein Geld und das Konto des Kunden wird erst Tage später belastet.

Einige Kreditkarten mit eingebautem Chip können mit einem Geldbetrag aufgeladen werden. Was die Höchstgrenze an Geld ist, wird von dem jeweiligen Geldinstitut festgelegt. Bei Zahlungsvorgängen wird die Karte wie Bargeld verwendet. Die Kreditkarte wird in ein entsprechendes Lesegerät geschoben und die Kaufsumme wird abgebucht. Eine Eingabe von Kartennummer oder PIN ist nicht erforderlich. Leider hat sich diese Form der Zahlung wenig durchgesetzt, denn die Kunden lassen das Geld direkt vom Konto abbuchen. Das Bezahlen mit Kreditkarte hat sich so eingebürgert, dass die meisten Menschen kaum noch Bargeld einstecken haben. Sogar an Fahrscheinautomaten können die Tickets bargeldlos erworben werden.

Die Plastekarten haben trotz überwiegender Vorteile auch ein gewisses Gefahrenpotenzial. Gauner versuchen beim Geldabheben die PIN mittels Lesegeräte auszuspionieren, um später eine Dublette herzustellen. Im Ausland wird dann vom Geschädigten eifrig Geld abgebucht. Bei der Eingabe der PIN über sollte die Hand etwas über das Tastenfeld gehalten werden und die Geheimzahl ist auf keinen Fall auf der Geldkarte zu notieren. Die PIN muss fest im Kopf sitzen und eine Tarnung als Telefonnummer im Kalender kann bei Verlust der Tasche von den Gaunern die richtige Zahl ebenfalls herausgefunden werden.

Was ist zu tun, wenn die Kreditkarte gestohlen oder verloren wurde? In diesem Fall muss schnellstens gehandelt werden und es ist eine Sperrung des Kontos zu veranlassen. Abhebungen vor der Sperrung gehen zulasten des Kunden. Werden nach der Sperrung des Kontos noch Abbuchungen getätigt, muss die entsprechende Bank dafür geradestehen. Eine Sperrung kann per Telefon bei der eigenen Hausbank erfolgen. Leider haben die wenigsten Bürger die entsprechende Rufnummer parat, wenn sie unterwegs sind. Deshalb wurde in Deutschland eine zentrale Notrufnummer für alle Konten eingerichtet, welche sich jeder Bürger gut merken kann. Die zentrale Sperrnummer lautet: 116 116.

Nach erfolgter Sperrung muss sich die betreffende Person bei der Hausbank melden und die Freigabe des Kontos zu erwirken. Es muss in diesem Fall eine neue Kreditkarte mit anderer PIN erstellt werden, was einige Tage dauern kann. Einige Banken erheben für diesen Vorgang eine kleine Gebühr, welche nach der Freischaltung vom Konto abgebucht wird.

Einige Mitmenschen verfügen gleich über mehrere Geld- und Kreditkarten. Die Plastekarten, welche nicht unbedingt benötigt werden, können auch an einem sicheren Ort zu Hause aufbewahrt werden.

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